Beratungseinsatz n. § 37.3 SB XI

 

Dieser Paragraph richtet sich an Pflegebedürftige, die durch private Pflegepersonen (Ehepartner, Verwandte oder Nachbarn) gepflegt werden  und sich das Pflegegeld von der Pflegekasse auszahlen lassen.

 

Auszug aus dem Sozialgestzbuch:

 

(1) Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 können anstelle der häuslichen Pflegehilfe ein Pflegegeld beantragen. Der Anspruch setzt voraus, dass der Pflegebedürftige mit dem Pflegegeld dessen Umfang entsprechend die erforderlichen körperbezogenen Pflegemaßnahmen und pflegerischen Betreuungsmaßnahmen sowie Hilfen bei der Haushaltsführung in geeigneter Weise selbst sicherstellt.

 

Das Pflegegeld beträgt je Kalendermonat.

  • 316 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 2
  • 545 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 3
  • 728 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 4
  • 901 Euro für Pflegebedürftige des Pflegegrades 5

 

(2) Besteht der Anspruch nach Absatz 1 nicht für den vollen Kalendermonat, ist der Geldbetrag entsprechend zu kürzen; dabei ist der Kalendermonat mit 30 Tagen anzusetzen. Die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes wird während einer Kurzzeitpflege nach § 42 für bis zu acht Wochen und während einer Verhinderungspflege nach § 39 für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr fortgewährt. Das Pflegegeld wird bis zum Ende des Kalendermonats geleistet, in dem der Pflegebedürftige gestorben ist. § 118 Abs. 3 und 4 des Sechsten Buches gilt entsprechend, wenn für die Zeit nach dem Monat, in dem der Pflegebedürftige verstorben ist, Pflegegeld überwiesen wurde.

 

(3) Pflegebedürftige, die Pflegegeld nach Absatz 1 beziehen, haben
  • 1. bei Pflegegrad 2 und 3 halbjährlich einmal
  • 2. bei Pflegegrad 4 und 5 vierteljährlich einmal

 

 

 

Bereits seit 2016 wird die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes während einer Kurzzeitpflege für bis zu acht Wochen und während einer Verhinderungspflege für bis zu sechs Wochen je Kalenderjahr fortgewährt (bis 2015 erfolgt jeweils nur für maximal 28 Kalendertage eine hälftige Weiterzahlung des Pflegegeldes).

 

Personen mit dem Pflegegrad 1 und auch Bezieher von Sachleistungen können ab 2017 den Beratungseinsatz freiwillig abrufen.

Personen mit bisheriger Pflegestufe 0 können bis zum 31.12.2016 auf freiwilliger Basis einen Beratungseinsatz abrufen. Durch die Zuordnung zum Pflegegrad 2 ensteht hier ab 2017 eine Verpflichtung, den Beratungseinsatz halbjährlich nachzuweisen. eingeschränkter Alltagskompetenz haben nach dem bis zum 31.12.2016 gültigen Recht halbjährlich einen Beratungseinsatz durch eine Pflegedienst abzurufen. Mit der Überleitung erfolgt zum 01.01.2017 die Zuordnung in den Pflegegrad 4, sodass ab 2017 ein entsprechender Beratungseinsatz vierteljährlich abzurufen ist.

Während des Hausbesuches werden z.B. Pflegeprobleme angesprochen, der Einsatz von Hilfsmitteln oder Umbaumaßnahmen zur Erleichterung der Pflege angeraten,  Pflegetechniken gezeigt oder auch weiterführende Dienste, wie Friseure, fahrbarer Mittagstisch, Begleitdienste usw., empfohlen.

 

Es wird überprüft, ob die Pflege im ausreichenden Maße sicher gestellt ist und keine Überforderung der Pflegepersonen vorliegt.

Über diesen Einsatz wird ein Protokoll mit Datum und Ergebnis des Beratungsbesuches erstellt, welches vom Mitglied bzw. dessen Vertreter sowie vom Pflegedienst unterschrieben wird. Dieses Protokoll wird vom beauftragten Pflegedienst an die entsprechende Pflegekasse gesandt.

Wir als zugelassener Pflegedienst führen diese Beratungseinsätze durch.

Zu diesem Termin kommt eine Pflegefachkraft mit dem Protokollformular, diversen Anträgen, sowie Anschauungsmaterial einiger häufig benötigter Hilfsmittel.

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